WO?

Berufskolleg
Platz der Republik,
Mönchengladbach

WAS?

Ausbildungsbörse mit
über 90 Ausstellern

WANN?

20. - 22. September 2012

Beruf konkret - Unterstützer

Hier findest Du Stimmen pro Beruf konkret.

Berufsorientierung möglichst früh beginnen

Steinhäuser

Zur Zeit gibt es in der Bundesrepublik Deutschland laut Statistischem Bundesamt 346 Ausbildungsberufe, 9100 Studienmöglichkeiten, 119 Universitäten, 159 Fachhochschulen, 57 Kunst- und Musikhochschulen und 30 Berufsakademien. Nicht nur die Zahl der Angebote steigt ständig, auch die Art der Angebote verändert sich. So sind beim Studium neue Abschlüsse wie Bachelor und Master eingeführt worden. Das Angebot der privaten Hochschulen wächst ständig. Von der Wirtschaft gibt es immer mehr Angebote für Abiturienten, z.B. duales Studium. Es ist geplant, auch die berufliche Ausbildung neu zu ordnen.


Es gibt immer mehr Auswahlverfahren, bei denen nicht nur Noten und Fächer zählen, wenn man eine Ausbildungsstelle oder einen Studienplatz haben will. Man kann auch mit seiner Persönlichkeit, mit Sozialkompetenz punkten. Diese sich ständig wandelnden Gegebenheiten müssen den Schülern rechtzeitig nahe gebracht werden. Eltern können immer häufiger ihrer Rolle als Berater im Berufsorientierungsprozess nicht mehr nachkommen. Die Verantwortung der Schulen, in dem Bereich mit möglichst vielen externen Partnern zusammenzuarbeiten und Schülerinnen und Schüler qualifiziert zu beraten, wächst ständig. Deshalb sorgen die weiterführenden Schulen Mönchengladbachs für eine möglichst breit gefächerte, umfassende und systematische Berufsorientierung. Und das machen sie gut, denn in den letzten Jahren konnten 12 Schulen Mönchengladbachs mit dem Siegel „Berufs- und ausbildungsfreundliche Schule“ ausgezeichnet werden.


Die Berufsinformationsbörse „Beruf konkret“ ist seit langem ein Baustein im Bemühen der Mönchengladbacher Schulen, ihren Schülerinnen und Schülern aus erster Hand möglichst umfassende Kenntnisse über die Berufswelt zu vermitteln. Mehr als 200 Auszubildende, Gesellen, Meister, Firmeninhaber, Berufsschullehrer, Professoren und Studienberater sind vor Ort, um den Schülerinnen und Schülern Informationen mit auf den Weg zu geben. Ich hoffe, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler diese Gelegenheit nutzen, sich frühzeitig und umfassend zu informieren. Ich wünsche allen einen guten und erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben.

Walter Steinhäuser Schulamtsdirektor · Schulamt für die Stadt Mönchengladbach


Jugendliche Zusammenbringen mit Ausbildungsbetrieben

Fischer

Besonders junge Menschen sind von den Auswirkungen der derzeitigen Arbeitsmarktlage betroffen. Zwar besteht
mittelfristig ein wachsender Bedarf der Wirtschaft an Nachwuchskräften, aber die derzeitige Wirtschaftskrise überlagert diesen Trend. Vor diesem Hintergrund sollten Schülerinnen und Schüler umfassende Kenntnisse über den Arbeits-, Ausund Weiterbildungsmarkt erwerben, um für den Einstieg in das Berufsleben gut vorbereitet zu sein. Die Mönchengladbacher weiterführenden Schulen helfen bei dieser wichtigen Aufgabe der Berufsorientierung. Die Stadt Mönchengladbach als Schulträgerin unterstützt seit vielen Jahren die weiterführenden Schulen durch zahlreiche Aktivitäten, u.a. durch die Planung, Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Berufsinformationsbörse „Beruf konkret“.


Seit 1994 bietet „Beruf konkret“ im Abstand von zwei Jahren Schülerinnen und Schülern aller Schulformen an zwei Vormittagen die Gelegenheit, sich über verschiedene Berufe bei Fachleuten zu informieren. Ein weiterer Vormittag, der Samstag, ist als Angebot für Eltern, ältere Schüler und andere Interessierte gedacht. Wir bieten auch - wie bei der letzten Veranstaltung - wieder eine Fülle von Informationen rund um das Studium. In diesem Jahr veranstaltet der Fachbereich für Schule und Sport zum neunten Mal die Berufsinformationsbörse. Im September werden bei dieser größten Börse am linken Niederrhein mehr als 7000 Jugendliche erwartet, die sich über 200 Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten bei nahezu 100 Ausstellern informieren können.


Durch die großzügige Unterstützung unseres Mitveranstalters, der Agentur für Arbeit, war es möglich, diese Broschüre zu erstellen, damit Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer sich gezielt auf den Besuch der Berufsinformationsbörse vorbereiten können. Wir danken an dieser Stelle auch allen anderen Institutionen und Einrichtungen, die sich für „Beruf konkret“ engagieren, insbesondere dem Berufskolleg Platz der Republik für Technik und Medien, das auch in diesem Jahr trotz umfangreicher Umbaumaßnahmen seine Räume zur Verfügung stellt, der Unternehmerschaft der Metall- und Elektroindustrie zu Mönchengladbach, dem Verband der Rheinischen Textilindustrie e.V., der Kreishandwerkerschaft Mönchengladbach, dem Einzelhandelsverband, der IHK, MGconnect und der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach.


Die Reaktionen aller Beteiligten waren bei den bisherigen acht Veranstaltungen sehr positiv. Ich hoffe, dass möglichst viele Jugendliche, Eltern und Lehrer die Gelegenheit nutzen, Informationen über die Angebote der Region zu sammeln, sich beraten zu lassen und erste Kontakte zu knüpfen.


Dr. Gert Fischer · Beigeordneter für Bildung, Kultur und Sport


Mitveranstalter von Beruf konkret: Die Agentur für Arbeit Mönchengladbach

Schmitz

Berufsberatung und Berufsorientierung sind keine Erfindung der jüngsten Zeit. Wir als Agentur für Arbeit nehmen die Aufgabe, Jugendliche bei ihrem Weg von der Schule in die Arbeitswelt zu begleiten, seit Jahrzehnten schon wahr. Unabhängig, professionell und ohne zusätzliche Kosten für Jugendliche und Eltern. Das ist unser Anspruch von
Anfang an gewesen. Die ungenügende Ausbildungsreife von Jugendlichen rückt immer stärker in den Fokus und wird in regelmäßigen Abständen in den Medien schlagzeilenträchtig aufbereitet. Ich möchte das Problem nicht verharmlosen, aber auch nicht dramatisieren. Klagen über die Jugend sind so alt wie die Menschheit selbst. Dennoch richten wir unseren Blick natürlich verstärkt auf die Jugendlichen, die nicht genügend Vorbilder und Förderung im Elternhaus genießen. Diesen Jugendlichen aber auch allen anderen möchten wir Chancen eröffnen, dass sie einen Ausbildungsplatz finden oder ein Studium ergreifen, in dem sie ihre Stärken einbringen können. Eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren, um später einen Arbeitsplatz zu finden, heißt nicht nur, das eigene Leben zu finanzieren und sich eine Existenz aufzubauen.

Es heißt auch, Teilhabe an der Gesellschaft, es heißt auch, seine Würde zu bewahren. Was also tun wir, um diesem Anspruch zu genügen? Unsere Berufsberater und Berufsberaterinnen gehen regelmäßig in die 145 Schulen in unserem Agenturbezirk. Sie informieren, stehen als Expertinnen und Experten mit ihrem Fachwissen zur Seite und geben manchmal einfach nur Ratschläge. Mit den Projekten aus der „Vertieften Berufsorientierung“, beispielsweise mit den BOBs, bauen wir diese Angebote noch aus. Wir gehen dahin, wo die Jugendlichen sind, in die Schulen. Und wenn die Jugendlichen zum ersten Mal zur Berufsberatung in unser Haus kommen, kennen sie in der Regel ihren Berufsberater oder ihre Berufsberaterin. Es ist kein Weg in ein „Amt“, sondern ein Weg zu Menschen, die sie kennen und von denen sie wissen, dass sie ihnen helfen. Das gleiche gilt übrigens auch für unser Berufsinformationszentrum – ein fast unerschöpflicher Quell an Informationen, sei es in gedruckter Form, im Internet oder bei Veranstaltungen. Doch Wunder können wir nicht bewirken. Wir als Agentur für Arbeit können nicht jedes Problem am Ausbildungsmarkt lösen, dafür benötigen wir Partner. Und diese Partner haben wir hier mit der Stadt, mit den Arbeitgebern, mit den Kammern, mit Kreishandwerkerschaften, mit den Lehrern und Lehrerinnen und mit den Eltern. Nur gemeinsam können wir es schaffen, dass wir den Jugendlichen die Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen. Statt über die Jugend zu klagen, setzen wir lieber auf ihre Stärken und unterstützen sie auf ihrem Weg. Und zwar ganz konkret mit „Beruf konkret“.


Johannes-Wilhelm Schmitz
Vorsitzendes Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mönchengladbach.